Montag, 8. September 2014

Regen in Barranquilla

Nachdem es in letzter Zeit auf dieser Seite eher ruhig war - ich hatte kein Internet - beglücke ich euch, geliebte Leser, mit einem weiteren Post. Die gestelzten Worte musste ich irgendwann einmal verwenden. Seht es mir nach. Auf den ersten Blick mag ein Post zum Regen etwas sinnfrei erscheinen, aber der Regen hier, insbesondere seine Folgen innerhalb kürzester Zeit, ist anders als in Deutschland. In der Stadt wird an vielerlei Kreuzungen vor gefährlichen Überschwemmungen bzw. reißenden Bächen gewarnt. Man wundert sich, wo das ganze Wasser herkommen soll, das für die ausgewiesene Gefahr sorgt. Mittlerweile weiß ich woher es kommt, von oben. Zum einen habe ich in meinem Leben noch nie so riesige Regentropfen gesehen, die einen regelrecht erschlagen können - nein, ich übertreibe nicht - zum anderen läuft die nur rudimentär vorhandene Kanalisation nach gefühlten 20 Sekunden voll. Aufgrund der unterschiedlichen Höhenniveaus der Stadt, entwickeln sich ungeahnte Kräfte des Wassers, die ohne Probleme Autos mit sich schleifen können. Leider habe ich dazu keine Fotos, da ich weniger Lust hatte, weggespült und wie ein Flipper durch die Straßen geschleudert zu werden; ich verbitte mir auch hier jegliche Skepsis an meinen Ausführungen. Im Anschluss an das Gewitter beginnen die Aufräumarbeiten, wobei sich die Einwohner Barranquillas, wie immer, zu helfen wissen. Eigens präparierte Brücken dienen den Passanten als Überquerungshilfe der überschwemmten Straßen. Ich habe unter Bedrohung meines Lebens ein paar Schnappschüsse machen können. Die Qualität ist eher suboptimal, Beschwerden bitte an den Hersteller meines Handys.

Liebe Grüße

Tommy



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