Kurz vor Weihnachten begaben wir uns noch auf einen Abstecher nach Bogotá, genauer gesagt für fünf Tage. Recht komfortabel reisten wir am 18. per Flugzeug in die Hauptstadt Kolumbiens, die, wie Medellín auch, in den Anden liegt, nur eben auf 2640m. Die Unterschiede zur Küste sind sowohl sicht- als auch fühlbar. Es ist deutlich kälter (das brachte in mir etwas Vorweihnachtsstimmung hervor), die Menschen sind anders, das Spanisch ist absolut klar und die Stadt selbst ist riesig (sie zählt knapp acht Millionen Einwohner). Wir kamen via Airbnb im historischen Viertel unter, welches sich mittlerweile wunderschön als Außenbezirk am Berg entlangschlängelt. Dieses Viertel bietet authentisches kolumbianisches Flair gepaart mit europäischen Einflüssen, was eine sehr interessante Mischung produziert. Es ist vermutlich das schönste Viertel Bogotás. Große Teile der Stadt sind dreckig, mit Graffiti zugekleistert und abgeranzt. Ich fand das schlichtweg klasse. Für mich ist Bogotá deshalb eine Stadt mit Charakter und einer starken Szene. Das konnte man gleich bei der ersten Besichtigung erkennen. Ein Umstand, der mir in den Küstenstädten fehlt. Naja, oder ich bekomme das einfach nicht mit. Ein Muss in Bogotá ist die Fahrt mit der Seilbahn auf den Monserrate, eine Art Gipfel mit Kirche. Von diesem Aussichtsplatz bietet sich ein wundervoller Blick auf die Stadt selbst. Zudem ist das ganze Areal nachts sehr eigenwillig beleuchtet. Der Kolumbianer steht auf, zumindest aus meiner Sicht, Kitsch. Das bedeutet alles erstrahlt in sämtlichen Farben, möglichst grell. Macht euch selbst ein Bild anhand der Fotos. Einen Tagesausflug möchte ich hier noch erwähnen. Dieser führte uns nach Zipaquira, etwa 1 1/2 Stunde von Bogotá entfernt, in eine Salzmine. In dieser Salzmine gilt die Kathedrale als Hauptattraktion und als eine Art Pilgerort. Das klang interessant, nur stellte ich mir die Mine etwas anders vor. Ich hätte es vorher wissen müssen, aber es wurde eine religiöse Tour der Erschaffung der Erde durch Gott, ein Thema, das mich eher semi interessiert. Nichtsdestotrotz war die Mine höchst interessant (ich habe irgendwann aufgehört zuzuhören und schaute mich selbst um). Jetzt ist es doch wieder etwas mehr Text geworden, als stoppe ich meinen Schreibfluss an dieser Stelle. Viel Spaß bei den Fotos! Entschuldigt die mäßige Qualität. Das Gros der Bilder nahm ich mit meinem Handy auf.
Tommy
























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